Kiki Smith. Hearing you with my eyes – Musée Cantonale des Beaux-Arts Lausanne.

Im Frühjahr 2019 eröffnete in Lausanne im neuen Museumsquartier „Platforme 10“ direkt am Bahnhof der Neubau des Musée Cantonale des Beaux-Arts (MCBA). Ein weiterer Museumsneubau in der Schweiz ist fertig und aktuell lockt der Besuch mit einer spannenden Ausstellung mit Werken der deutsch-amerikanischen Künstlerin Kiki Smith…

In ihren Arbeiten untersucht Kiki Smith vorzugsweise Körperteile und Organe. Zu sehen sind grossflächige Arbeiten, wie etwas ein neun Meter langer Dünn- und Dickdarm, der sich an einer Wand entlang über 2 Räume erstreckt oder feinsinnige Arbeiten auf Pergament zur Haut, dem grössten und schwersten menschlichen Organ und doch auch eines der porösesten und zerbrechlichsten. Kiki Smith sagt über ihre Arbeit: „Der Körper ist unser gemeinsamer Nenner und die Bühne für unsere Lust und unser Leid. Ich will durch ihn ausdrücken, wer wir sind, wie wir leben und sterben..“. Und so sind unterschiedlichste Arbeiten dazu aus verschiedenen Schaffensperioden zu sehen: Skulpturen, Druckgrafik und Zeichnungen. Zu sehen ist auch die immer noch irritierende Skulptur „Rapture“ von 2001 – die Schutzpatronin von Paris, die hl. Geneviève, tritt triumphierend aus dem Körper eines Wolfs hervor. Die grosse Ausstellung „Hearing you with my eyes“ erstreckt sich über 2 Etagen und viele Räume und man sollte sich etwas Zeit hierfür nehmen.

Ein weiterer Besuch der ständigen Sammlung lohnt ebenfalls, nicht nur wegen der Vallottons, Ankers, Giacomettis und Hodlers (den ich natürlich immer toll finde…), sondern auch wegen der interessant und eng gehängten zeitgenössischen Arbeiten. Endlich einmal ein Museumsbau, in dem viel Kunst und nicht nur grosszügige Architektur mit vielen leeren Treppenhäusern (wie im neuen Kunstmuseum Basel) zu sehen ist. Der Museumsbau selbst ist funktional und beeindruckend, sowohl von Aussen, als auch im Inneren mit seiner grossen Empfangshalle. Der graue Klinkerbau des MCBA stammt von den Architekten Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga, ist 145 Meter lang, 22 Meter hoch, 21 Meter tief und verläuft parallel zu den Gleisen der Linie Lausanne-Genf. Als nächstes entstehen hier noch das Museum für Design und angewandte Kunst sowie das Museum für Fotografie. Im MCBA sind auch die Fondation Toms Pauli und die Fondation Félix Vallotton eingezogen. Ein Besuch lohnt sich unbedingt!

MCBA Lausanne: www.mcba.ch – direkt am Bahnhof.

Zuletzt besuchte Museen und Ausstellungen:

Kunstmuseum und Kunsthalle Ziegelhütte – Appenzell

Edward Hopper – Fondation Beyeler Riehen

Parkin Not Vital – Sent/Graubünden

Otto Piene / Brigitte Kowanz – Haus Konstruktiv Zürich

Kunstmuseum Thurgau/Ittinger Museum – Kartause Ittingen

Gilbert & George – THE GREAT EXHIBITION (1971-2016) – Kunsthalle/LUMA Westbau Zürich

Olafur Eliasson: «Symbiotic Seeing» – Kunsthaus Zürich

Indiennes – Landesmuseum Zürich

100 Jahre Hamburgische Sezession – Hamburger Kunsthalle

12 Kommentare

Diesen Beitrag von arcimboldis_world kommentieren

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