Gaël Davrinche: Figures de Style – Château de Carrouges

Die spannendsten Sachen entdeckt man meistens per Zufall. So auch die tolle Ausstellung mit Werken des französischen Malers GAËL DAVRINCHE im Château de Carrouges in der Normandie…

Nach dem üppig ausgestatteten Jagdschloss Fontainebleau ist das „kleine“ Wasser-Schlösschen Carrouges mit seinen hellen, sommerlich wirkenden Räumen eine Wohltat und man schlendert lustvoll durch die einzelnen dezent möblierten Säle, bis man auf Davrinches Ausstellung stösst, hier bleibt man hängen und kann sich nicht sattsehen an den grossformatigen Gemälden. Was für eine beeindruckende Porträtserie. Und so passend für diese grossen und lichtdurchfluteten Räume.

Der Franzose Gaël Davrinche (1971) lebt und arbeitet in Montreuil. Seit seinem Abschluss an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts de Paris im Jahr 2000 arbeitet er an seiner internationalen künstlerische Karriere mit vielen Ausstellungen sowohl in Europa (Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Schweiz usw.) als auch in Asien (Singapur, China, Hongkong, Südkorea). Das produktive Werk von Gaël Davrinche, das sich in Form von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen oder auch Drucken präsentiert, greift vor allem die klassischen Genres des Porträts und des Stilllebens in einem plastischen Dialog zwischen der Tradition und ihrer vollständigen Dekonstruktion auf. Davrinche wühlt und gräbt in den Werken berühmter Kollegen der Kunstgeschichte und zitiert und karikiert in eigenen Gemäldeserien, wie etwa in „Les Revisités“ humorvoll Meisterwerke der europäischen Kunst. Die in Carrouge ausgestellten Porträts haben Witz und Humor, sind farbenprächtig und schlendert man weiter durch die nachfolgenden Säle, so entdeckt man noch den ein oder anderen Gavrinche über einem Kamin oder in einer Salon-Ecke. Zur Ausstellung erschien in der Edition Lord Byron ein Ausstellungskatalog, der jedoch leider bereits vergriffen ist.

So. Und jetzt back to Alltag. Nach vier Wochen in Frankreich, logischerweise hervorragendem Essen, viel Kunst und Kultur, Sonne und Meer, herrlich relaxten Zeiten und 3731 gefahrenen Kilometern, gilt es nun, wieder in die Schweiz einzutauchen. Es geht auch gleich richtig los mit dem konzertanten 1. Akt der „Walküre“ am 23. August am Lucerne Festival in einer Traumbesetzung mit Camilla Nylund, Klaus Florian Voigt und Günther Groissböck…

Zuletzt besuchte Museen und Ausstellungen:

Pas Sommeil – Musée des Beaux-Arts de Rennes

Tinguelys „Le Cyclop“ – Milly-la-Forêt

Yoko Ono: The room moves st the same speed as the clouds – Kunsthaus Zürich

Georgia O’Keeffe – Fondation Beyeler Riehen

Charles Ray – Centre Pompidou/Bourse de Commerce Paris

Geometrische Opulenz – Haus Konstruktiv Zürich

Walter de Maria: The 2000 Sculpture – Kunsthaus Zürich

Francis Alÿs: As Long as I’m Walking – MCBA Lausanne

Écrits d’Art Brut – Museum Tinguely Basel

Ein Kommentar

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