„Pas Sommeil“ – Musée des Beaux-Arts de Rennes

Sehr cooles Thema für eine sehr coole Ausstellung: „Pas Sommeil. La fête dans tous ses états“. Von der spontanen Volksversammlung bis zum Tanzboden, von der Dorfkirchweih bis zum Rockkonzert, von queeren Parties bis hin zum illegalen Techno-Rave in alten Bunkern an der bretonischen Küste. All dies von unterschiedlichen Künstlern in einer sehr sehenswerten Gruppenausstellung…

Feiern und Feste sind ein Ort der Freude, ebenso wie Orte des Widerstands, der sozialen, identitären und kulturellen Forderung und die Möglichkeit sich zu definieren, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, einem Kreis, einer Kultur zu manifestieren und auszuleben. Die ausstellungsverantwortlichen Kurator:innen Étienne Bernard, Jean-Roch Bouiller, Claire Lignereux und Corinne Poulain greifen die Welt des Festes in den unterschiedlichsten Sichtweisen auf und sprechen mit der Werkauswahl sämtliche Sinne der Besucher:innen an, so hat es die Möglichkeit für Interaktionen wie etwa bei der herrlichen „Single Disco“ (1999) von Bernhard Martin oder bei „Mambo at Marienbad“ (2001) von Marina Abramović. Bereits der erste Saal im Musée des Beaux-Arts ist beeindruckend mit Piotr Uklańskis Werk „Untitled (Nazis dancing) von 2008. Hängen bleibt man ebenso bei William Kentridges Videoinstallation „More Sweetly Play the dance“ (2015) im Les Champs Libres.

Beteiligte Künstler:innen: u.a. Tony Regazzoni / Sylvie Fleury / Cécile Paris / Tania Mouraud / Christodoulos Panayiotou / Davide Balula / Georgina Starr / Boris Achour / Rineke Dijkstra / Marina Abramović / Keith Haring / Bernhard Martin / Gillian Wearing / Delphine Reist / Ceal Floyer / Vincent Olinet / Christodoulos Panayiotou / Piotr Uklanski / Andreas Gursky / Clément Cogitore / William Kentridge

Die Gruppenausstellung wird veranstaltet vom Musée des Beaux-Arts, Les Champs Libres und dem Frac Bretagne (hier sind u.a. Fotoarbeiten von Nan Goldin und Diane Arbus zu sehen). Der Besuch aller drei Ausstellungsorte lohnt sich unbedingt, auch wenn das Frac etwas in der Peripherie liegt (aber gut mit dem Bus zu erreichen ist). Nebenbei ist es in den Ausstellungsräumen schön kühl, bei den aktuell sehr heissen Sommertemperaturen also mehr als willkommen….

Zuletzt besuchte Museen und Ausstellungen:

Tinguelys „Le Cyclop“ – Milly-la-Forêt

Yoko Ono: The room moves st the same speed as the clouds – Kunsthaus Zürich

Georgia O’Keeffe – Fondation Beyeler Riehen

Charles Ray – Centre Pompidou/Bourse de Commerce Paris

Geometrische Opulenz – Haus Konstruktiv Zürich

Walter de Maria: The 2000 Sculpture – Kunsthaus Zürich

Francis Alÿs: As Long as I’m Walking – MCBA Lausanne

Écrits d’Art Brut – Museum Tinguely Basel

2 Kommentare

Diesen Beitrag von arcimboldis_world kommentieren

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