Den Namen kennt jeder, wochenlang hat sie – nicht nur in Frankreich – die Medien und Schlagzeilen dominiert. Nun hat das Vergewaltigungsopfer Gisèle Pelicot ihre Memoiren verfasst und ich muss sagen – was für ein starkes Buch, ich bin zutiefst beeindruckt und bewegt von dieser „Hymne an das Leben“. Und ja, die Scham muss die Seite wechseln, man kann dieser Frau nicht genug dafür danken, dass sie ihren Prozess öffentlich gemacht und die Anonymität verlassen hat… absolut lesenswert!
Es war kein bewusster Kauf, obwohl ich viel über diese Veröffentlichung im Vorfeld gelesen habe, es war ein Spontankauf in der Bahnhofsbuchhandlung in Bern und gleich anschliessend bei einer Tasse Kaffee in der Sonne habe ich mit diesem Buch begonnen und sehr geweint, bereits die ersten Seiten haben mich dermassen berührt und gleichzeitig wütend gemacht.
„Die Scham muss die Seite wechseln“ Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität – und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft. Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert. (Piper Verlag)
Sehr viel wurden diese Memoiren besprochen und im Grossen und Ganzen muss man dazu nicht noch mehr Worte verlieren, Gisèle Pelicot ist eine starke Frau und trotz dieser Geschichte immer noch respektvoll und mit grossem positiven Glauben an die Liebe, an die Beziehung mit Männern, an das Leben. Dieser Leidensweg mit den sich anschliessenden Demütigungen der Gerichtsverhandlung, die Gisèle Pelicot erhobenen Hauptes verlässt und für so viele Frauen und Opfer ein Vorbild ist. Sie blickt voller Zuversicht nach vorne, in die Zukunft und trotz des sehr bewegenden Lebens und dieser grauenhaften Ereignisse, sind diese Memoiren auch ein Lichtblick, bieten Hoffnung, dass es eben doch Gerechtigkeit gibt. Chapeau! Mich hat das Buch sehr bewegt und stellenweise emotional ziemlich mitgenommen – von daher ist es vielleicht nicht wirklich für jedermann/frau zu empfehlen, ich kann mir vorstellen, dass gewisse Momente in dieser Biografie triggern….
„Die Scham muss die Seite wechseln. Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot, 2026, Piper Verlag, EAN: 978-3-492-07435-3 (Werbung)
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