Max Strohe – DIRTY BISTRO.

Es ist das Debüt-Kochbuch von Max Strohe, dem Querkopf der Spitzengastronomie, wie der Verlag ihn nennt. Das klingt spannend und erinnert mich ein klein wenig an den Schweizer Koch Noah Bachofen. Es sind seine kreativen Kombinationen, klassisch veredelt und bei jedem Gericht das mitschwingende Revoluzzertum, was diese Neuerscheinung im DK Verlag so interessant erscheinen lassen. Aber ist das auch praxistauglich…?

Der Verlag schreibt „Ein Muss für alle, die beim Kochen mehr wollen: Emotion, Genuss und Rock’n’Roll pur.“ Das klingt zunächst sehr vielversprechend und wenn man durch das Buch blättert, bekommt man sofort grosse Lust auf die Zubereitung des ein oder anderen Rezeptes, allerdings muss man auch sehr viel Zeit und Muse einplanen, also nichts für die schnelle Alltagsküche. Ich probiere dann als erstes Gericht die „Vodka-Tortiglioni mit ‚Nduja“ – wahnsinnig lecker, aber auch wohl eines der einfachsten und schnellsten Gerichte in diesem Cookbook.

Kapitel: Streetfood – Classics not Classic – Classics – Guilty Pleasure – Sweets – Grundrezepte

Essays: Streetfood – oder: ein gedeckter Tisch ohne Tisch – Genuss ist, wenn man sich selbst nicht mehr hört – Zurück durch den Gaumen – Die Schönheit der Imperfektion – Das perfekte Chaos – Kunst kommt selten aus der Küche – aber manchmal geht sie da hin

Es gibt einige Rezepte, die ich mit der Zeit ausprobieren werde, aber wohl eher bei grösseren Abendessen mit Freunden, für uns beide lohnt der Aufwand nach einem Arbeitstag nicht wirklich. Alle Gerichte sehen toll aus, sind aber auch grossenteils ziemlich ChiChi oder will man mal so auf die Schnelle einen „Hummer mit kontierter Knoblauch-Mayonnaise“, einen „Muscheltoast mit Muschelmayo und Holunder“, die „Dirty-Bistro-Bouillabaisse“ oder „Gratinierte Austern mit Époisses-Hollandaise, Bröseln und Schnittlauchöl“ zubereiten? Eher nicht, dann doch lieber die „Gnocchi Cacio e Pepe“, die „Lachs-Ceviche mit Kumquat und Estragon“, den „Nussbutter-Lauch mit Haselnuss-Mayonnaise und frittierten Kapern“ oder das „Biereis“.

Aber auch wenn man vielleicht nicht alles aus diesem tollen neuen Kochbuch zubereitet, es macht grosse Freude einfach durchzublättern, sich an den Rezepten zu ergötzen und die Essays zu lesen.

„Dirty Bistro“ von Max Strohe, 2026, DK Verlag, ISBN: 978-3-8310-5295-0 (Werbung)

Dieser Blog-Beitrag ist ohne eine vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Verlag entstanden. Ich habe ein Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, wofür ich mich beim DK Verlag sehr herzlich bedanken möchte. Meine Meinung blieb davon in jeglicher Art und Weise unbeeinflusst.

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