Wicked – Theater 11 – 23.12.2017

WICKED – Das ist das Musical, welches versucht, uns die komplizierte Vorgeschichte von „Wizard of Oz“ zu erklären, das ist die Show mit den viel zu langen Songs, das ist die Show, dessen Spielfläche in der aktuellen weltweiten Produktion ein riesiges bunt beleuchtetes Uhrwerk darstellt. Die überaus kitschig stilisierten Kostüme nicht zu vergessen. Der Erfolg dieses Musicals begründet sich dann auch überwiegend in England und den USA, denn dort ist die Geschichte von Dorothy und ihrer wundersamen Reise ins Land Oz und eben auch „Wicked“ vor allem zur Weihnachtszeit DAS Pendant zu „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und bekannt wie bei uns „Hänsel und Gretel“ oder „Rotkäppchen“. Der Roman „Wicked – Die Hexen von Oz“ (Originaltitel: Wicked. The Life and Times of the Wicked Witch of the West) von Gregory Maguire erschien 1995, 2003 folgte dann das Musical am Broadway und seitdem läuft es erfolgreich an mehreren Spielstätten weltweit. In WICKED wird ergänzend zum Kinderbuch „Der Zauberer von Oz“ (Lyman Frank Baum) die Geschichte von Elphaba und Glinda bzw. ihre Entwicklung zur guten und zur bösen Hexe sowie die Entstehung der bekannten Oz-Figuren wie Vogelscheuche, Löwe, Zinnmann etc. erzählt.

Die Musik und die CD-Einspielung des Original Broadway Cast aus New York hat mir von Anfang an sehr gut gefallen und so haben wir bei unserem letzten Londontrip vor einigen Jahren, die Produktion im Westend gesehen und um es deutlich zu sagen – es hat uns überhaupt nicht gefallen. Nun kam als Gastspiel die englische Tourproduktion im Advent 2017 in Zürich ins Theater 11: Neue Chance, neues Glück? In englischer Sprache und ohne Übertitelung – grundsätzlich lobenswert im Original, aber dann die Vermarktung als Familienshow…. ? Einfach und selbsterklärend ist die Handlung von „Wicked“ ja nicht unbedingt. Diese Gastspielproduktion fand ich aber letztendlich besser als damals in London, auch wenn dies natürlich nur eine abgespeckte Version war, mit kleingeschrumpftem Cast, aber in allen Rollen gut besetzt. Am schwächsten bleibt dennoch leider Aaron Sitwell als Fiyero haften (schade für „Dancing through Life“), in sehr guter Erinnerung bleiben Kim Ismay als Madame Morrible und natürlich die beiden Hauptdarstellerinnen Helen Woolf (Glinda) und Amy Ross (Elphaba). Mein persönliches Highlight des Abends war Glindas Nummer „Popular“ und natürlich – surprise surprise – Elphabas grosse Nummer „Defying Gravity“ als Finale des 1. Aktes.

Insgesamt gesehen ein ganz netter (aber zu langer) Abend kurz vor Weihnachten, mein Bedarf an Geschichten aus Oz ist damit aber nun endgültig gedeckt – sollte Stephen Schwartz auf die Idee kommen auch noch den 2. und/oder 3. Band „Son of a witch“ und „A lion among men“ auf die Musicalbühne bringen wollen… – dann ohne mich.

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