Zugegeben, es überrascht mich sehr, dass es in Fribourg so viele tolle Restaurants gibt, so dass man fast sagen kann, es handelt sich um eine Feinschmecker-Destination. Dies wurde erst bei der Recherche klar und deutlich und – lucky us – haben uns nun eben die Umstände in diese schöne Stadt und vor allem zu einem grossartigen Tasting-Menu im Restaurant „AU CHASSEUR“ geführt…
“Je propose une cuisine responsable, ancrée dans le local et le saisonnier. Elle est audacieuse, surprenante et marquée par des saveurs affirmées, pensées pour éveiller les sens et provoquer des émotions. Chaque plat reflète un engagement à la fois gustatif et éthique, mêlant créativité et respect des produits.“ schreibt Pierre-Pascal Clément auf der Webseite seines Restaurants und bringt die Philosophie seines Etablissements auf den Punkt und genau das erleben wir auch an diesem Abend. Das Menü startet mit dem obligatorischen, sehr frischem Brot und einer fantastischen Shiitake-Butter, die so wunderbar schmeckt, dass man fast nicht aufhören kann, dies aber – wohl oder übel – muss, um die gleich startenden Gänge zu schaffen. Wir haben uns für das Fünf-Gang-Menü entschieden, eines davon vegetarisch sowie einer Weinbegleitung, die man alternativ auch mit einer nichtalkoholischen Selektion haben könnte.
Chou-pomme: Glace raifort et moutarde/Mayo ail des ours/Citron salé/Herbes et fleur sauvages – Jeune carotte: Salade de jeune carotte du Seeland/Lardon de céleri/Labneh de yogourt de la laiterie du Mouret/Huile de feuille de figuier – Féra de nos lacs: Kombucha de poire/Citron salé bio de Sicile/Noix de Sévery/Herbes sauvages – Salsifis de Galmiz: Café et graine de coriandre/Crème noisette de Saint-Prex/Céleri et myrtilles fermentés/Radiccio et porto/Jus de légumes rôtis/Emulsion beurre blanc – Agneau d’alpage des Dents du Midi: Côtelette/Epaule confite à l’ail noir/Empanadas de poitrine et ketchup de carotte/Jus á l’huile de feuille de figuier/Jeune carotte rôtie/Crème d’ortie – Lion’s Mane: Empanadas et ketchup de carotte/Jus à l’huile de feuille de figuier/Jeune carotte rôtie/Crème d’ortie – Glace Hojicha: Shiso/Espuma yogourt de la laiterie du Mouret/Riz rond du Vully/Gingembre bio de Sédeilles – Chocolat „Notes de Fève“: Sorbet kiwi bio de la Côte/Combawa de Borex/Génoise sarrasin et laurier/Tuile cacao et grué/Poudre aneth
Jeder einzelne Gang überzeugt uns, macht sofort grosse Lust auf die nächste Runde. Der Fleischgang war grossartig, das Lamm auf den Punkt gegart, die Empanada dazu sehr originell, die Vorspeisen und Desserts mit interessanten Geschmacks-Kombinationen und sehr schön präsentiert. Und was mir absolut gefällt: zu jedem Gang erhält man ein Kärtchen auf dem Tisch platziert, das die einzelnen Speisen und Zutaten nochmals komplett auflistet – das finde ich grossartig und ist ein absolutes Service-Highlight für mich.








Ursprünglich ein traditionsreiches Restaurant, wurde das «Au Chasseur» an der Rue de Lausanne von Pierre-Pascal Clément und seinem Team in neuem, modernen und zeitgemässem Ambiente wiedereröffnet. Clément, der dann bei unserem Besuch auch zwei Gänge selbst am Tisch serviert, arbeitete im «Pérolles» in Fribourg, im «Baur au Lac» und «Maison Manesse» in Zürich, zog dann nach Berlin und ist nun mit diesem unbedingt besuchenswerten Restaurant in Fribourg zurück. Das Serviceteam ist absolut zuvorkommend, super nett und immer parat, wenn nötig, die Atmosphäre ist ungezwungen und man fühlt sich sehr wohl in diesem zweigeteilten Restaurant. Während man im «Devant» Apéro und Tapas sowie Mittagstisch zu sich nimmt, wird im hinteren Teil des Restaurants – «Derrière» – im dezent skandinavischen Ambiente das Menü serviert, hier hat man auch die Möglichkeit von vier Hochsitz-Plätzen aus zu essen, mit Blick in die Küche. Im Gault Millau ist das „Au Chasseur“ die «Entdeckung des Jahres.» Absolut zu Recht. Sehr zu empfehlen!
Restaurant „Au Chasseur“, Rue de Lausanne 10, Fribourg, CH – www.auchasseur.ch
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