Am Webstuhl der Zeit: Goshka Macuga x Grayson Perry x Mary Toms – MUDAC Lausanne.

Was für eine grossartige Ausstellung, die noch bis in den März 2026 im MUDAC (Musée cantonal de design et d’arts appliqués contemporains) Lausanne zu sehen ist, denn eigentlich waren wir vor Ort um die Ausstellung „Les Monstrueuses/Carte blanche à Kévin Germanier“ zu sehen, aber diese herrlichen Tapisserien und vor allem die Arbeiten von Grayson Perry haben mich absolut begeistert…

Das MUDAC und die Fondation Toms Pauli präsentieren eine einzigartige Ausstellung, die der Tapisserie als Träger sozialer und politischer Diskurse gewidmet ist. Und so sieht man dann auch grossartige und unglaublich grossformatige Wandteppiche als ein sehr spannendes Instrument der Dokumentation und Erzählung. Die Ausstel­lung verbin­det bedeu­tende Werke aus der Samm­lung Toms, die zwischen 1660 und 1725 in den berühm­ten Brüs­se­ler Werk­stät­ten gewebt wurden, mit zeit­ge­nös­si­schen Werken der Künst­ler:innen Goshka Macuga und Gray­son Perry.

Diese histo­ri­schen Meis­ter­werke sind ebenso kraftvoll, wie die wundervollen, enga­gier­ten Arbei­ten von Goshka Macuga und Gray­son Perry. Mein absolutes Highlight in dieser sehr schön kuratierten Schau (Kuratorium: Marco Costantini, director of mudac & Magali Junet, director of Fondation Toms Pauli) ist sicherlich die sechsteilige Serie „The Vanity of Small Differences“ von Grayson Perry.

Grayson Perry kannte ich vorher nicht, es lohnt sich zu recherchieren, ein absolut interessanter britischer Künstler, auch seine Vasen finde ich wundervoll und als Person ist Perry sowieso sehr spannend. Die Gegen­über­stel­lung von anti­ken und moder­nen Werken zeigt die zeit­lose Kraft der Tapis­se­rie – komplexe Botschaften und die Auseinandersetzung mit universellen Fragen werden uns Besucher in einer grossartigen Ästhetik präsentiert. Tolle Ausstellung, der Besuch lohnt sich unbedingt! Love it!

„Am Webstuhl der Zeit/Tisser son temps“ im MUDAC, Place de la Gare 17, 1003 Lausanne – www.mudac.ch

Zuletzt besuchte Museen und Ausstellungen:

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Konzepte des All-Over – Haus Konstruktiv

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