Helmut Ballot – Das Haus der Krokodile.

Erinnert sich noch jemand an die TV-Serie „Das Haus der Krokodile“? Die sechsteilige Kinderserie mit den jungen Halbgeschwistern Caroline und Thomas Ohrner lief 1976 in der ARD. Mich hat das damals fasziniert (immer noch den Chopin im Ohr…), allerdings habe ich nie den Schluss gesehen und nun nach so vielen Jahren endlich diesen Kinderroman zur Hand genommen…

Mein Faible für Jugendliteratur ist in den letzten Jahren etwas eingeschlafen, nur ab und zu nehme ich noch J.K. Rowling oder Cornelia Funke zur Hand. Umso mehr hat mich nun dieser etwas verstaubte Roman begeistert.

Gesetzt den Fall, Du kommst nach Hause, alle sind ausgegangen, und Du weißt genau, niemand außer Dir ist in der Wohnung. Plötzlich siehst Du in einem Wandspiegel ganz im Hintergrund einen Fremden. Du siehst ihn nur für Sekunden, dann ist er verschwunden wie ein Spuk. Aber Du weißt genau, Du hast jemanden gesehen, der auf unerklärliche Weise durch verschlossene Türen in die Wohnung gelangt ist, jemanden, der jeden Augenblick wieder auftauchen kann, hinter Dir, vor Dir, neben Dir – was würdest Du da tun ? (Vandenberg Verlag)

Als empfohlenes Lesealter wird zwar 8 – 13 Jahre angegeben, aber es ist durchaus auch für Erwachsene spannend und ein Pageturner. Das dieser Roman bei kleinen Lesern gut ankommt, kann man sich sehr gut vorstellen. Ich bin wirklich eingetaucht in diese Geschichte, hatte grosse Freude daran und finde es einen guten, spannenden und phantasievollen Plot. Natürlich hat es im Vergleich zur heutigen temporeichen Zeit etwas hausbackenes und althergebrachtes, aber gerade das macht den Charme auch aus. Und wer möchte sich als Kind nicht auf ein derartiges Abenteuer begeben…?

„Das Haus der Krokodile“ von Helmut Ballot, 1971, Ausgabe des Vandenberg Verlag, 2005, ISBN: 978-3981056501 (Werbung)

Weitere Kinder- und Jugendbücher auf diesem Blog:

Fritz Koch-Gotha/Albert Sixtus – Die Häschenschule

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